Sandspaß auf der Boberger Düne | Ausflugsziele in Hamburg und Umgebung

Sand, Sand, Sand! Er verkörpert für mich Kindheit, Freiheit, Kreativität. Und er erinnert mich immer an das Meer, das ich regelmäßig brauche wie die Luft zum Atmen. Sand rinnt durch die Finger wie die Zeit. Mit Sand lässt sich aber auch ganz viel erschaffen. Sand ist Lebensraum und unendlich vielfältig. Ich kannte mal eine Frau, die von all ihren Reisen ein wenig Sand mitgebracht hat. Die riesige Vitrine war eine Schatzkiste an bunter Erinnerung.

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Die Boberger Düne – Ein Muss für Hamburgs Großstädter

Wir haben in der Großstadt die Schatzkiste gesucht und ein kleines Stück gefunden in der Boberger Düne, direkt vor den Toren der Hansestadt. Ausflüge am Wochenende haben bei uns Tradition und obwohl das Wetter nicht gerade an Sommerurlaub erinnerte, haben wir uns aufgemacht, um diese große Düne zu besteigen. Es ist die letzte Wanderdüne Hamburgs und liegt mitten in wunderschöner Marsch- und Heidelandschaft. Das Naturschutzgebiete Boberger Niederung bewahrt dieses letzte Stück einer großen Dünenlandschaft, die sich früher bis weit in das heutige Stadtgebiet erstreckte. Es ist das „botanisch wertvollste“ Gebiet Hamburgs. Viele Tierarten, die bereits bedroht sind, sind hier noch zuhause. Wie beispielsweise der blaue Moorfrosch oder der Eisvogel. Unterschlupf finden auch seltene Insektenarten und Pflanzen.

Besonders liebe ich die lichten norddeutschen Birkenwälder, die die Düne umgeben. Sie spenden Schutz vor Winterwind und im Sommer vor zu großer Hitze. Sie zu durchstreifen erinnert mich an die skandinavischen Wälder aus Astrid Lindgrens Büchern. Man soll hier natürlich eigentlich nicht abseits der Wege gehen. Wir haben uns auch nicht wirklich tief hinein gewagt. Nur für den Spaß mit der Eispfütze ein paar Meter… Hier brüten im Frühjahr die Vögel und auch seltene Orchideen Arten werden durch die menschlichen Schritte zertreten.

Die Wege sind mit kleinen Kindern gut zu begehen und das Gebiet dehnt sich schier endlos. Aufgrund der kurzen Kinderbeine sind wir irgendwann umgekehrt. Wer aber etwas mehr Ausdauer hat, kann herrlich durch die Sandhügel spazieren und landet irgendwann am Boberger See mit einem schönen Badestrand. Überall laden knorrige alte Bäume zum Klettern ein und die Kinder sind trotz des winterlichen Nebelwetters immer wieder einfach sitzen geblieben und haben sich im Spiel mit dem feinen Sand verloren. Wenn es wärmer ist, werden wir gewappnet sein mit Sandspielzeug und großer Picknickdecke. Doch schon allein für das Auf- und Abrennen der großen Dünen hat sich die Anfahrt gelohnt.

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Für weitere Informationen zum Naturschutzgebiet gibt es in der Straße Boberger Furt ein Naturschutz-Informationshaus. Es zeigt seinen Besuchern eine Ausstellung über die geologische und die historische Entstehung der Boberger Niederung und die biologischen Besonderheiten des Naturschutzgebietes mit seinen verschiedenen Lebensräumen. Außerdem werden Führungen durch das Naturschutzgebiet angeboten.

Direkt nebenan befindet sich ein Segelflugplatz. Für die Kinder natürlich ein Highlight, die Flugzeuge starten und landen zu sehen. Lautlos gleiten sie über die stille Moorlandschaft. Im Sommer sind sie gut zu beobachten, wenn man sich entspannt in den Sand legt und den Himmel betrachtet.

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Anfahrt zur Boberger Düne

Mit der U-Bahnlinie U2 oder U4 bis Haltestelle Mümmelmannsberg, anschließend mit der Buslinie 609 oder M12 bis Haltestelle Schulredder oder Boberg. Von dort über „Schulredder“ und „Boberger Furt“ zum Ausgangspunkt am Parkplatz. Alternativ mit der S-Bahn S21 bis Mittlerer Landweg und dann mit der Buslinie 221 bis Billwerder Billdeich oder Bojendamm oder man geht die Strecke von der S-Bahn-Station in die Boberger Dünen zu Fuß (ca. 30min).

Wer Lust hat, kann das Gebiet aus Hamburg aber auch mit einer Fahrradtour gut erreichen. Hier gibt es dazu einen guten Tipp.

Wir sind mit dem Auto gefahren. Von der „Bergedorfer Straße“ in „Am Langberg“ abbiegen und dann über „Schulredder“ zum Parkplatz an der Straße „Boberger Furt“. Letzteres haben wir einfach in das Navi eingegeben. Dort gibt es einen kleinen Parkplatz am Waldrand, von dem aus man die Düne schon sehen kann. Ein Trampelpfad führt dann direkt darauf zu und dann heißt es: Ab in das Sandvergnügen!

Alles Liebe,

Unterschrift

2 Kommentare zu „Sandspaß auf der Boberger Düne | Ausflugsziele in Hamburg und Umgebung

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