1000 Fragen an mich selbst – #2 & #3 & #4

Ich schaffe es einfach nicht jede Woche und habe beschlossen, die Fragen an mich selbst etwas zu bündeln. Ich nehme mir dann lieber bewusst ganz viel Zeit und beantworte die vielen tollen Fragen in aller Ruhe. Nach wie vor bin ich begeistert von der Selbstreflexion, die dieser Aufruf von Johanna bewirkt. Über sich selbst kritisch nachdenken, die Vergangenheit Revue passieren lassen und daraus vielleicht Schlüsse ziehen für die Gegenwart, das eigene Verhalten hinterfragen und anpassen. Wer bin ich? Dieses Jahr stehen so viele Veränderungen in unserer Familie an. Ich wünsche mir, dann gefestigt und selbstsicher in die neuen Situationen zu gehen.

Wie in der ersten Runde habe ich die Antworten der anderen Blogger/-innen vorher nicht gelesen.

Auf geht’s!

 

#2

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken?

Ich kann mich nicht ganz frei machen vom Urteil anderer. Ich denke, das ist ganz natürlich. Doch ich muss schon lange nicht mehr jedem gefallen. Vor allem mit meinen Kindern bin ich sehr gewachsen und weiß ziemlich genau wie ich leben will und was wichtig für uns ist. Meistens schaffe ich es, zu dem zu stehen, was ich tue und die Meinung anderer mehr als Input und Anregung zu nehmen.

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten?

Den Morgen. Jeder Morgen bringt etwas Neues – neue Hoffnung, neue Kraft, neue Freude. Ich mag das Sprichwort: „Lass uns erstmal darüber schlafen.“

23. Kannst du gut kochen?

Geht so. Ich koche regelmäßig, um meiner Familie etwas Gesundes zu bieten. Das habe ich als schöne Erinnerung aus meiner eigenen Kindheit mitgenommen. Aber so richtig gerne lange in der Küche stehen, mag ich nicht. Ich bin sowieso der „Es-muss-schnell-gehen-Typ“.

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten?

Ich wäre gern der Frühling, aber ich bin eher Herbst. Etwas schwermütig mit vielen bunten Farbtupfen.

25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht?

Daran kann ich mich nicht erinnern. Ich war schon immer rastlos.

26. Warst du ein glückliches Kind?

Ja, sehr. Meine Eltern und vor allem meine Mutter haben wir eine goldene Kindheit beschert. Sorglos, frei, naturverbunden, harmonisch. Ich hatte bis weit in das Erwachsenenalter ein Bild von unserer perfekten Familie, die nichts erschüttern kann (das relativiert sich natürlich irgendwann). Das habe ich meiner Mutter zu verdanken, die alle Sorgen, Streitereien, Missstände von uns ferngehalten hat. Manche sagen, dass Kinder ruhig auch Widrigkeiten mitbekommen können. Meine Mutter war da anderer Meinung und das hat mich sehr lange sehr glücklich und zuversichtlich gemacht.

27. Kaufst du oft Blumen?

Nein. Ich bekomme sie lieber geschenkt. Aber manchmal, wenn die Stimmung getrübt ist, gönne ich mir einen großen Strauß, der mich dann auch viele Tage erheitert.

Blumen (2 von 1)

28. Welchen Traum hast du?

Mein Leben irgendwann ein Erfülltes nennen zu können. Als nicht zu alte Oma in einem Sessel zu sitzen, umgeben von meinen vielen Kindern und Enkeln und sagen zu können: „Ich bin mit mir im reinen. Ich habe mein Leben so gestaltet, wie ich es für richtig empfand. Ich habe die Dinge getan, die ich tun wollte. Ich habe den Moment gelebt. Ich habe viel gelacht – mit meiner Familie und anderen Menschen. Ich habe im Einklang mit Gott gelebt und ihm vertraut.“ Ich möchte eine tiefe Ruhe spüren und viele wundervolle Erinnerungen meine nennen können.

29. In wievielen Wohnungen hast du schon gewohnt?

9

30. Welches Laster hast du?

Zu oft Schnäppchen jagen und dann meinen, man hätte Geld gespart.

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen?

„Was vom Tage übrig blieb“ von Kazuo Ishiguro. Ich lese noch. Der Funke springt nur langsam über…

32.Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst?

Weil ich furchtbar dünne Haare habe, die nur mit Haarspray was hermachen. Und diese Frisur ist am gesündesten. Eigentlich stand mir ein Dutt auch ganz gut…

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig?

Ja. Ich schleppe es viel zu viel mit mir rum. Allerdings nicht nur wegen Social Media, sondern weil mich eine ständige unterschwellige Angst begleitet, einem lieben Menschen könnte etwas zustoßen und ich höre dann den Anruf nicht. Oder jetzt bin ich im Abruf-Modus für eine Schwangere Freundin, die mich als Backup für ihren kleinen Sohn braucht, wenn die Geburt losgeht. Da schleppe ich das Telefon auch ständig mit mir rum. Die Zeiten, in denen ich es schaffe, das Handy wirklich außer Hörweite zu lassen, sind immer sehr entspannt.

34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto?

Ha, über Geld spricht man nicht. Auf jeden Fall könnte es ja immer ein klein wenig mehr sein. ;-)

35. In welchen Laden gehst du gern?

TK Maxx – eine kleine Sucht. Und ich finde eigentlich immer was.

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe?

GinTonic

37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen?

Ja, ich denke schon. Ich bin oft peinlich berührt, wenn Menschen so gar kein Gespür für diesen Punkt haben.

38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit?

Oh, das habe ich schon so oft überlegt und so viele Ideen gehabt. Ich denke, ich würde es sogar wagen. Doch bisher empfand ich alle Ideen als nicht innovativ genug und nicht schlüssig ausbaubar. Nicht zukunftsträchtig genug.

39. Willst du immer gewinnen?

Nein. Oft denke ich: „Ach lass sie doch. Ist doch für gar nichts ausschlaggebend. Sollen sich doch die anderen aufreiben.“ Früher war ich ehrgeiziger. Und etwas Ehrgeiz schadet auch sicher nicht. Aber zu viel davon macht einsam.

40. Gehst du in die Kirche?

Ja, regelmäßig. Und gerne in eine, in der auch Kindergottesdienst angeboten wird.

 

#3

41. Trennst du deinen Müll?

Ja, mit unserer neuen Küche sogar noch viel konsequenter. Wir haben endlich genug Behälter. Obwohl es ja geteilte Meinungen gibt über das Mülltrennen und viele sagen, dass an einigen Stellen sowieso alles wieder zusammen geschmissen wird. Es gibt mir auf jeden Fall ein gutes Gefühl und es ist ein einfacher Weg etwas für die Umwelt zu tun.

42. Warst du gut in der Schule?

Ja. Mein Abi war aber nur o.k.. Ich hätte viel mehr daraus machen können, was ich ärgert. Ich war zu abgelenkt durch das Teenager-Dasein. Ich habe überhaupt in meinem Leben zu viel für den Moment gepaukt und zu wenig für meine Allgemeinbildung. Ich hoffe, dass ich das meinen Kindern anders beibringen kann…

43. Wie lange stehst du normalerweise unter der Dusche?

Witzige Frage an eine Mutter. Ziemlich kurz und immer abhängig davon, wie schnell einer schreit. Eines der Dinge, die ich am meisten am Wochenende genieße: Der Mann bespaßt die Kinder und ich kann so lange in Dusche und Bad verbringen, wie es mir beliebt.

44. Glaubst du, dass es außerirdisches Leben gibt?

Nein.

45. Um wieviel Uhr stehst du in der Regel auf?

06:00 – 06:30 Uhr im Moment. Magische psychologische Grenze ist normalerweise 07:00 Uhr. Wie soll das bloß mit dem Märzbaby werden?!

46. Feierst du immer deinen Geburtstag?

Bis zu den Kindern habe ich immer gefeiert. Mal groß, mal klein, aber immer mit viel Hingabe, Häppchen-Buffet und gutem Alkohol. In den letzten Jahren habe ich kaum noch gefeiert. Kein Kraft. Ziemlich schade. Das muss sich wieder ändern…

47. Wie oft am Tag bist du auf Facebook?

Zwei bis drei Mal.

48. Welchen Raum in deiner Wohnung magst du am liebsten?

Das Esszimmer mit dem großen Familientisch. Da passiert das Leben. Dort wird Familie gelebt. Dort essen wir zusammen, so oft es geht. Dort wird gebastelt. Dort treffen wir Freunde. Von dort schauen wir in’s Grüne.

49. Wann hast du zuletzt einen Hund (oder ein anderes Tier) gestreichelt?

Heute, unseren Familienhund.

Familienhund Tochter

50. Was kannst du richtig gut?

Stimmungen aufnehmen. Meine Mutter sagt, ich bekomme immer jede Verstimmung sofort mit – wie ein siebter Sinn.

51. Wen hast du zum ersten Mal geküsst?

Einen komischen Typen aus einer anderen Clique mit roter Punker-Frisur, der zufällig im gleichen Kindergarten Praktikum machte. Als alle Kinder schliefen und wir aufpassen sollten, haben wir geknutscht. Geworden ist daraus nichts, aber den ersten Kuss vergisst man nie, oder? Er war wahnsinnig heimlich und aufregend…

52. Welches Buch hat einen starken Eindruck bei dir hinterlassen?

Underground Railroad von Colson Whitehead

53. Wie sieht für dich das ideale Brautkleid aus?

Ich finde, das gibt es nicht. Das Wichtigste ist, dass das Kleid zur Braut passt. Ich war schon auf vielen Hochzeiten und bis auf wenige Ausnahmen fand ich das Kleid immer wunderschön, weil es passend war. Nicht für mich, nur für diese eine Braut.

Hochzeitskleid Sophia 2010 memamamini

54. Fürchtest du dich im Dunkeln?

Ja. Nicht prinzipiell. Aber vor allem wenn der Mann über Nacht nicht da ist, bin ich ein wenig bange. Dann kommen seltsame Horrorbilder, die ich in irgendwelchen Filmen oder Serien gesehen habe.

55. Welchen Schmuck trägst du täglich?

Meinen Verlobungsring und meinen Ehering. Und zu 80% irgendwelche Ohrringe.

56. Mögen Kinder dich?

Ich gehöre nicht zu den Menschen, auf die Kinder fliegen, wie zum Beispiel mein Mann. Wahrscheinlich weil ich kein Bohai mache. Ich stehe auch dazu, dass ich nicht alle Kinder bedingungslos sympathisch finde. Aber wenn ich ein wenig Zeit mit ihnen verbracht habe, gibt es doch viele, zu denen ich ein enges Verhältnis habe. Denn eigentlich bin ich für jeden Spaß zu haben.

57. Welche Filme schaust du lieber zu Hause auf dem Sofa als im Kino?

Fast alle. Ich gehe gerne ins Kino für die großen Monumentalfilme, z.B. Herr der Ringe und 3D-Filme. Alle anderen kann man auch gut im Heimkino schauen. Ich bin kein großer Kinogänger…

58. Wie mild bist du in deinem Urteil?

Leider viel zu harsch. Eines der wichtigsten Dinge, an denen ich kontinuierlich arbeite, um milder und wohlwollender zu werden.

59. Schläfst du in der Regel gut?

Nein, nie. Ich habe regelrechte Schlafstörungen – von meinem Vater geerbt. Je nachdem, wie belastet ich bin, sind sie schlimmer oder weniger schlimm. Aber es braucht sehr viele verschiedene Entspannungsfaktoren, um mich einige Stunden durchschlafen zu lassen.

60. Was ist deine neueste Entdeckung?

Stricken. Eine monotone Tätigkeit, die einen sowohl seinen Gedanken nachhängen lässt als auch Entspannung bringt. Ich arbeite gerne mit meinen Händen und erschaffe gerne Dinge. Außerdem kann man überall und zu jeder Zeit stricken. Es kann immer unterbrochen werden, was mit kleinen Kindern nicht ganz unwichtig ist.

 

#4

61. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?

Ja, absolut. Ich bin gläubige Christin und glaube an ein Leben bei Gott, wenn das Irdische zuende gegangen ist. Dieser Gedanke schenkt mir sehr oft Trost und Zuversicht. Dass das hier eben nicht alles ist, dass da noch etwas kommt. Etwas Großartiges.

62. Auf wen bist du böse?

Auf mich selbst. Dass ich in bestimmten Situationen nicht anders gehandelt habe. Ich versuche mir zu verzeihen, aber manchmal kommt doch die Wut.

63. Fährst du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

Nein. Schande. Oft geht es mit Kindern im Auto einfach schneller und praktischer.

64. Was hat dir am meisten Kummer bereitet?

Die Abnabelung von meinen Eltern. Die Erkenntnis, dass sich das Verhältnis irgendwann ändert. Nicht die Liebe, die Erinnerungen, die Nähe. Sondern dass das eigene Erwachsenwerden bedeutet, auch allein zu sein. Bestimmte Entscheidungen alleine treffen zu müssen und auch nicht mehr immer einer Meinung zu sein. Sich durchsetzen zu müssen und seinen eigenen Weg zu gehen. Die Aufgabe des Nestschutzes, die hat mich wirklich geschmerzt. Und tut sie heute manchmal noch.

65. Bist du das geworden, was du früher werden wolltest?

Nein. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht recht, was ich früher werden wollte. Mein Beruf hat sich eher ergeben, als dass er geplant war. Ich hätte gerne einen anderen.

66. Zu welcher Musik tanzt du am liebsten?

Hip Hop und R’n’B, in Erinnerung an meine unbeschwerte Jugend mit Deichkind und Alicia Keys. Und 80er/90er in Erinnerung an mein Studium, das ich so genossen und gefeiert habe: „I need a Hero“!

67. Welche Eigenschaft schätzt du an einem Geliebten sehr?

Ich bin himmelhoch-jauchzend und zu-Tode-betrübt. Man liebster Mann ist das Glätteisen für meine Wogen.

68. Was war deine größte Anschaffung?

Meine Kinder. Die größte Anschaffung meines Lebens. Nichts Materielles kann mit ihnen mithalten.

69. Gibst du Menschen eine zweite Chance?

Ja, immer. Ich kann schwer vergessen, aber ich kann vergeben.

70. Hast du viele Freunde?

Richtig echte Freunde habe ich nicht viele. Dafür bin ich nicht vertrauensseelig genug. Und vielleicht zu wenig oberflächlich. Aber ich umgebe mich gerne mit Menschen und könnte die Bude schon füllen. Ich glaube, dass auch Menschen, die nicht zum aller engsten Kreis gehören, einen sehr bereichern können.

71. Welches Wort bringt dich auf die Palme?

Mutti. Es hat für mich etwas Abwertendes…

72. Bist du schon jemals im Fernsehen gewesen?

Nein, nicht dass ich wüsste.

73. Wann warst du zuletzt nervös?

Bei meiner Frauenärztin. Es war nicht klar, ob durch die lange heftige Bronchitis der Muttermund schon verkürzt ist.

74. Was macht dein Zuhause zu deinem Zuhause.

Die Menschen, die in ihm wohnen. Ich bin fest überzeugt davon, dass es auch wohnliche Neuanfänge gibt, die gut tun können. Man braucht nur seine Liebsten um sich. Meine Eltern sind in den 90er Jahren nach Thüringen gezogen. Das war heftig, aber wir haben dort ein wunderbares neues Zuhause gefunden, das ich bis heute sehr liebe.

75. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen?

Tagesschau um 20:15. Immer. Und Spiegel Online.

76. Welches Märchen magst du am liebsten?

Sterntaler. Der Gedanke, dass du reich belohnt wirst, wenn du dich für andere einsetzt und auch dein letztes Hemd gibst, ist so schön!

77. Was für eine Art Humor hast du?

Ziemlich schwierige Frage. Ich bin für spontanen Humor und ich kann mich in Albernheit ziemlich reinsteigern. Mit kleinen Videos und perversen Bildchen kann ich meistens nicht so viel anfangen. Es darf schon etwas tiefgründigerer sein.

78. Wie oft treibst du Sport?

Wenn ich nicht schwanger bin, zwei Mal in der Woche: Laufen gehen durch unseren wunderbaren Stadtpark. „Frische Luft“ in der Großstadt. Das hat mich fit gemacht für diese Schwangerschaft und ich vermisse es.

79. Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck?

Wenn ich will. Hihi!

80. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten?

  1. Emotional: Meine Familie. Ich kann mir ein Leben ohne den Lieblingsmann und die Knirpse nicht mehr vorstellen. Ich würde kein Erlebnis, keine Zeit für mich allein gegen diesen Trubel eintauschen. So viele Momente, in denen ich Herzschmerz habe nur bei dem Gedanken daran, jemand könnte ihnen Unrecht tun oder ihnen könnte etwas zustoßen. Das Meiste ist doch nur materiell und mitnehmen können wir es sowieso nicht. Unser Herz sollte nicht daran hängen. Aber die liebsten Menschen, sie sind es, die uns ausmachen.
  2. Ein bisschen bin ich natürlich auch Material Girl. Und gar nicht verzichten kann ich auf meine große Sammlung Modeschmuck-Ohrringe. ;-)

 

Ich freu mich auf die nächsten Fragen!

Alles Liebe,

Unterschrift

 

2 Kommentare zu „1000 Fragen an mich selbst – #2 & #3 & #4

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