Der Mond ist aufgegangen | 5 Gute-Nacht-Bücher für 2-4-Jährige

„Lesen stärkt die Seele“, sagte Voltaire. Wie sehr Bücher und das Vorlesen das Kinderherz, ihr Wesen und ihre Fantasie verändern, lässt mich immer wieder staunend zurück. Die Seele meiner Kinder ist voller Geschichten, die sie gehört oder selbst erfunden haben. Manchmal erkenne ich etwas wieder. Oft entsteht etwas völlig Neues. Ich bin so fest davon überzeugt, dass das (Vor-)Lesen guter Kinderbücher die Kleinen in ihrem Wesen formt, ihre Sinne anregt und sie kognitiv extrem reifen lässt.

Schon seit meine Kinder sitzen können, lese ich ihnen vor. Oder besser: schauen wir Bilderbücher an. Tagsüber und vor allem abends vor dem Einschlafen. Es ist ein Ritual, das ich aus meiner Kindheit kenne und das ich als besonders liebevoll, innig und hingebungsvoll in Erinnerung habe. Meine Mutter hat uns stundenlang vorgelesen. Vor dem Einschlafen, wenn wir krank waren, an regnerischen Herbstnachmittagen. Sich an die Eltern schmiegen und eintauchen in eine fremde Welt, so groß, fantasievoll und aufregend. Oder beruhigend.

Für die ganz Kleinen ist es wohl unwichtig, welches Buch sie anschauen vor dem Schlafengehen. Aber es gehört für uns genauso wie singen und beten zum allabendlichen Ablauf. Sobald sie etwas verständiger sind, gibt es wunderbare Gute-Nacht-Bücher und einige unserer Lieblinge für Kindergartenkinder möchte ich Euch vorstellen.

 

1. Gute Nacht Willi Wiberg

Gute Nacht Willi Wiberg

Willi Wiberg ist eine Institution. Die Bücher aus den 70er Jahren stammen aus Schweden und behandeln verschiedene Alltagssituationen, die der vier- oder fünfjährige Willi mit seinem Vater erlebt. In diesem Buch will der kleine Willi partout nicht schlafen und ruft immer wieder nach Papa, der ihm Zahnbürste, Töpfchen oder etwas zum trinken bringen muss. Am Ende geschieht etwas, das ihn verstehen lässt, dass auch sein geduldiger Papa nicht unendlich strapazierbar ist. Eine niedliche Geschichte, die wohl in fast jedermanns Alltag mit Kindern passt. Eine kleine Moral von der Geschicht gibt es am Ende, aber liebevoll verpackt. Die ganze Willi Wiberg Reihe kann ich sehr empfehlen!

 

2. Als der Sandmann fast verschlafen hätte

Als der Sandmann fast verschlafen hätte

Wer ist nicht vernarrt in die liebevollen Bücher von Daniela Drescher mit den wunderschönen Bildern, die die Kinder so tief eintauchen lassen in andere Welten. Selbst ich als Erwachsene versinke in den fantasievollen Geschichten rund um Zwerge, Elfen, Hexen und Co. Dieses liebevoll illustrierte Buch erzählt vom Sandmann, der eines nachts fast verschlafen hätte, wenn ihn nicht sein Freund Gregor geweckt hätte. Gemeinsam treffen sie auf den vielgefürchteten Nachtgraus, der sich aber als harmlos herausstellt und ihnen am Ende hilft, den Traumsand rechtzeitig zu den Kindern zu bringen. Ein klitzekleines bisschen abenteuerlich, aber nicht aufwühlend. Die Bilder sind malerisch, die Geschichte für Kinder völlig einleuchtend und die Angst vor dem Nachtgraus, der im Dunkeln die Kinderzimmer aufsucht, wird auch noch genommen. Eines unserer Lieblingsbücher!

 

3. Nein, ich will noch nicht ins Bett

Nein, ich will noch nicht ins Bett

Ganz neu kam im Dezember dieses Buch ins Haus geflattert. Mir völlig unbekannt, schlich sich auch diese Geschichte – typisch Astrid Lindgren – direkt in unsere Herzen. Immer wenn Bettgehzeit ist, hat Lasse noch wichtige Dinge zu erledigen. Das bringt Mama auf die Palme und regelmäßig abends dicke Luft. Eines Tages lässt Lasse’s Tante Lotta ihn durch ihre wundersame Brille schauen. Und die Geschichten, die Lasse dort sieht, öffnen ihm die Augen. Der Aha-Effekt kam sofort bei meinen Kindern an. Eine Abendgeschichte für Fortgeschrittene – typisch Lindgren mit Charakteren, die einen mitnehmen und Situationen, die einem so bekannt vorkommen.

 

4. Gute Nacht, Karlchen

Gute Nacht Karlchen

„Gute Nacht, Karlchen“ ist etwas für die ganz Kleinen. Auch der kleine Hase Karl will nicht ins Bett. Jeden Abend bringt ihn Papa mit dem gleichen Ritual dazu, doch schlafen zu gehen: er lässt ihn auf seinen Füßen reiten und spielt Zug mit ihm. Jede Station birgt ein weiteres Ritual, bis der kleine Hase schließlich in „Bettlingen“ landet. Eine wirklich niedliche Geschichte für die kleineren Gnome. Mein Junge konnte sie nicht oft genug hören…

 

5. Weißt Du eigentlich wie lieb ich Dich hab

Weißt Du eigentlich wie lieb ich Dich hab

Der absolute Klassiker. Ein kleiner und ein großer Hase versuchen sich darin zu übertrumpfen dem anderen zu zeigen, wie lieb sie ihn haben. Natürlich zieht der Kleine immer den Kürzeren bis er schließlich in den Armen des Größeren einschläft. Ein Buch, nicht nur zum Vorlesen, sondern auch zum Nachspielen. Wie oft haben mir kleine dicke Patschearme beim Lesen gezeigt, wie lieb sie mich haben. Einfach hinreißend einfach. Es muss nicht immer die große Story sein. Hier reicht ein Buch voller Liebe…

Ich freu mich, wenn noch ein neuer Tipp für Euch dabei ist. Was sind denn Eure Lieblingsbücher für das Alter? Ich bin immer dankbar für neue Ideen.

Alles Liebe,

Unterschrift

 

Bildcredit Titel: Daniela Drescher

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