Froh und munter blicken wir zurück | Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus

DANKBARKEIT! Das ist was ich empfinde, wenn ich das vergangene Jahr Revue passieren lasse. Ein Jahr mit vielen besonderen Momenten und voller Alltag, der einen glücklich und verzweifelt machen kann. Und obwohl es ein stetes Auf und Ab war – wie so oft – blicke ich zufrieden und im reinen mit mir zurück. Ich habe versucht, fünf Worte zu finden, die zu diesem Jahr passen. Und mit fünf Worten zu beschreiben, was ich mir für 2018 vornehme und wünsche.

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Als aller erstes fällt mir GLÜCKLICH  ein. Wir hatten – nach einigen doch anstrengenden Jahren für Familie, Job und Alltag – so richtig glückliche Momente, in denen es kribbelte im Bauch, weil man es sich nicht schöner wünschen konnte. Die waren besonders, zum Festhalten und haben sich in mein Gedächtnis gebrannt. Vor allem in unserem wunderbaren Italienurlaub waren wir als Familie eins. Mit uns und unserem Leben – zufrieden und ausgelassen.

Wir waren EUPHORISCH. Mitte des Jahres hielt ich den positiven Schwangerschaftstest in der Hand und der Traum von einem dritten Kind begann wahr zu werden. Ich musste lachen, denn bei allen Kindern hat es exakt drei Zyklen gedauert. Nun also ein neues Abenteuer. Zeit zum Jubeln!

Ich fühlte mich so GESEGNET. Für 2017 hatte ich mir vorgenommen den Alltag nicht so schwer zu nehmen. Die Kleinigkeiten, die nicht glatt liefen, die kranken nöligen Kinder, die wenige Zeit für mich. Ich habe es geschafft, mich immer wieder hinzusetzen, alle to Dos auszublenden und mir bewusst zu machen, wie gut wir es haben. Wie sehr das Leben uns gesegnet hat mit gesunden fröhlichen Kindern. Wie verschont wie sind von Schicksalsschlägen. Wie sorglos wir unser Leben gestalten können.

Wir waren ERFOLGREICH. Ich bekam meinen alten Job wieder, der mir ein bisschen Ausgleich zum Familienwahnsinn schenkt. Und in dem ich gebraucht und geschätzt werde. Mein Männi hat in 2016 einen neuen Schritt gewagt und in diesem Jahr fortgeführt. Er ist erfolgreich in seinen Projekten, wird von Kollegen geschätzt und vom Chef hofiert. Der Erfolg im Job, gepaart mit dem Erfolg als Familie glücklich zu sein, war eine tolle Kombination in 2017. Rundum-Paket sozusagen.

Jetzt am Ende des Jahres bin ich ERSCHÖPFT. Lange habe ich gezehrt von dem wunderschönen Sommer und der Ausgeglichenheit, die uns begleitet hat. Doch jetzt, da sich das Jahr dem Ende neigt, bin ich müde. Müde, nach fast 3 Monaten Krankheiten aller Art bei allen Familienmitgliedern. Müde vom dicken Bauch, der mich nicht schlafen lässt. Müde von der dunklen Jahreszeit, die sich in Hamburg immer so hinzieht wie zähes Kaugummi. Zeit für ein neues Jahr und den Aufwärtstrend!

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Und das neue Jahr? Wie oft schon habe ich mir Dinge vorgenommen, die nie Erfüllung erfuhren. Trotzdem möchte ich nicht einfach weitermachen. Ich habe fünf Worte ausgesucht, die beschreiben sollen, wie ich durch 2018 gehen möchte. Welchen Gemütszustand ich mir wünsche, wie ich mit meinen Kindern und den lieben Menschen in meiner Umgebung umgehen möchte.

GENÜGSAMKEIT. Zufrieden sein mit dem, was ich (erreicht) habe. Meiner Familie und mir zugestehen, dass es gut ist wie es ist. Dass niemand und nichts perfekt ist und das ist nicht nur in Ordnung, sondern sogar gut so. Mehr umsetzen von den Ratschlägen der wunderbaren Natalia, die darauf pocht, gut zu sich selbst zu sein und zufrieden mit dem, was man hat.

GEDULD. Weniger ausflippen, vor allem bei den Kindern. Mehr Nachsicht. Mit anderen und mit mir selbst. Mehr tief durchatmen, die Augen schließen und sich fragen, ob das jetzt wirklich so schlimm ist. Mehr auf mich zukommen lassen und die Situation so nehmen, wie sie kommt. Das ist wohl meine größte Herausforderung. Ich bin immer schön ungeduldig gewesen. Also, man wächst mit seinen Aufgaben.

GUTEN MUTES SEIN. Nach der Geburt meines zweiten Kindes folgte eine lange Durststrecke. Mit zwei so kleinen Kindern war ich oft überfordert. Meine Ehe war kaum noch vorhanden. Wir bauten gleichzeitig ein Haus um. Einfach nur mühsam und manchmal sah ich das Ende des Tunnels nicht. Nun bekommen wir noch ein Baby und ich habe manchmal Angst, dass ich wieder so angestrengt sein werde. Ich möchte Guten Mutes sein. Guten Mutes, dass dieses Mal doch alles anders ist. Guten Mutes, dass ich die neue Familiensituation so entspannt und kraftvoll meistern werde, wie ich es mir vorgenommen habe. Guten Mutes, dass ich noch genug Zeit finden werde für mich und meinen grandiosen Mann.

AUSGELASSENHEIT. Ich erinnere mich an Zeiten, in denen ich ausgelassener war. Sorgloser, fröhlicher. Wahrscheinlich geht das vielen Menschen so, wenn sie an ihre Jugend denken. Aber obwohl meine Kinder mir so viel gegeben haben, ich so viel ausgeglichener und mit mir im reinen bin, fehlt mir manchmal die Leichtigkeit. Ich möchte sie wieder öfter spüren. Ich möchte laute Musik, ich möchte tanzen, ich möchte herzhaft lachen ohne daran zu denken, ob das jetzt pädagogisch sinnvoll ist. Das Leben aufsaugen und… leben eben!

WOHLWOLLEN. Ich habe zu vielen Dingen eine starke Meinung. Und wenn nicht stark, dann doch immerhin eine Meinung. Und dazu stehe ich auch. Das charakterisiert mich, das empfinde ich als wichtig. Mit Menschen, die keine eigene Meinung haben und nur anderen nach dem Mund reden, kann ich wenig anfangen. Trotzdem teilt nicht jeder meine Ansichten, Erziehungsmethoden, Meinungen. Und ich muss lernen, diese wohlwollender gelten zu lassen. Mehr die Bereicherung sehen, die diese Diversität zeigt. Und vor allem wie sie mich weiter bringt.

Wie geht Ihr so in das neue Jahr? Alles Liebe und Gute dafür,

Unterschrift

 

 

 

 

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