Super easy Holunder Gelee mit Apfel-Zimt-Note | Ich hab tatsächlich eingekocht!

Vor ein paar Wochen waren wir auf dem Land und haben stundenlang die wunderbar reifen dunklen Holunderbeeren gepflückt. Oft hängen sie so tief, dass auch die Kinder fleißig mitsammeln können. In einem großen Sack haben wir sie heim  geschleppt, um daraus Gelee zu kochen.

Ich verspüre durchaus keinen Drang mir ständig mit Marmelade kochen die Zeit zu vertreiben. Ich liebe es aber, aus selbst gesammelten Naturmaterialien etwas entstehen zu sehen. Und die Beeren zu Gelee zu verarbeiten, war ein grandioses Erlebnis. Die Apfel-Zimt-Note passt zur kommenden Adventszeit.

Aber wie nun die Beeren verarbeiten? Ich war absoluter Marmeladen-Neuling, aber dann kam mir meine wunderbare Großmutter in den Sinn – 90 Jahre alt und ständig mit Einkochen beschäftigt. Sie verriet mir ihr einfachstes Gelee-Rezept der Welt. Und hier ist es nun:

500 g Gelierzucker 2:1 (auf 800 ml Flüssigkeit)
Saft einer Zitrone
1 Teelöffel Zimt
Apfelsaft nach gusto

Und unbedingt eine möglichst große Schürze!!

Stundenaufwand insgesamt: ca. 2

Zur Vorbereitung die Gläser schon säubern und bereit halten. Ich stelle sie auf ein Tablett, das ich besser reinigen kann, wenn etwas daneben geht. Und man muss die heißen Gläser später nicht anfassen.

Es gibt zwar die Möglichkeit, die ganzen Holunderstrünke zu kochen, ohne die Beeren abzulösen, aber ich wollte bei meinem ersten Projekt kein Risiko eingehen und den natürlichen puren Geschmack erhalten. Also habe ich alle Beeren mit Handschuhen vorsichtig von den Strünken gelöst. Das ist Fleißarbeit! Hierbei und generell bei der Arbeit mir Holunderbeeren muss man schrecklich vorsichtig sein, dass man kein Flecken auf die Kleidung oder Holzmöbel bekommt. Sie gehen sehr schwer oder kaum noch heraus.

Als nächstes werden die Beeren mit wenig Wasser gekocht. Die Angaben meiner Großmutter waren: „Bis eben aller Saft heraus gekocht ist.“ Das sagt einem Anfänger wenig. Ich schätze, ich habe die Beeren ca. 20-30 Minuten kochen lassen, dabei immer umgerührt und auch ein wenig gequetscht, um den Saft aus den Beeren zu lösen.

Als nächstes wird der ganze Sud durch ein Sieb in einen anderen Topf gepresst und gestrichen. Auch wenn man denkt, der ganze Saft wäre nun gewonnen, sollte man den Beeren-„Matsch“ unbedingt noch durch einen alte Mullwindel pressen. Man glaubt kaum, wie viel da noch heraus kommt, was sonst verschwendet wäre…

Um die Menge der Flüssigkeit zu messen, muss diese nun einmal umgeschüttet werden. Ich habe dann mit naturtrübem Apfelsaft und dem Zitronensaft aufgefüllt, bis ich 1200ml hatte, um 750g des Gelierzuckers zu verwenden. Zimt dazu und 2-3 Minuten kräftig aufkochen.

Dann ab in die Gläser mit dem tollen violetten Saft. Hierbei ist wirklich Vorsicht geboten. denn die Spritzer sind nicht nur heiß, sondern auch wunderbare Tupfen auf sauberer Kleidung. Zuletzt den Deckel gut festschrauben und die Gläser umgedreht ruhen und abkühlen lassen.

Marmelade oder Gelee einzukochen ist wirklich kein Hexenwerk. Doch wenn man die Früchte selber gesammelt hat, ist die Befriedigung groß, so ein leckeres Ergebnis in den Händen zu halten.

Frohes Gelieren!

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