„Grüß Gott dich Tag, du Preußenwiege“ | Brandenburg Liebe

„Ich bin die Heimat durchzogen, und ich habe sie reicher gefunden, als ich zu hoffen gewagt hatte.“

Schon Theodor Fontane durchzog Brandenburg voller Begeisterung für Mensch und Natur.

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Ich selbst empfinde eine tiefe Verbundenheit mit diesem alten Stück Land, obwohl ich hier nie gelebt habe. Eine Ursprünglichkeit gibt die Natur hier preis, die ihresgleichen sucht. Dazu kommt ein kleines Fünkchen morbide DDR Romantik, die ich so liebe und die mich an meine Kindheit und Jugend erinnert.

Große alte Eichen säumen hier die vielen noch erhaltenen Alleen und die Seen sind noch nicht durch unzählige Stege und Bäder erschlossen. Jeder macht so wie er will und packt ab und zu ein Stück Geschichte aus. Platt ist die Landschaft hier und dünn besiedelt. Das lässt weite Blicke über Auen und Wälder zu. Nachts staunen wir über einen unglaublichen Sternenhimmel. Eine seltsame Sehnsucht packt mich bei Prignitz, Spree und Havelland, die ich nicht erklären kann.

Drei Tage haben wir Freunde östlich von Berlin im Märkisch-Oderland besucht. Das Wetter war sommerlich, sodass die Kinder den See und das Planschbecken voll auskosten konnten. Barfuß durchs Dorf laufen, Käfer fangen, Blumen pflücken, Eis essen. Wir wollten nicht nachhause.

 

 

Ein paar Fakten zu dem kleinen Örtchen Altfriedland, das uns eine so wunderbar idyllische Zeit bereitet hat:

Die Entstehung von Altfriedland beginnt mit dem Bau des Zisterzienserinnenklosters um 1230, von dem heute noch Teile als Ruine vorhanden sind. Als der Ort 1271 erstmals urkundlich als „Vredelant“ (=Friedland = befriedetes Land) erwähnt wird, liegt er als Straßendorf an der alten Handelsstraße im Grenzbereich zwischen Mark Brandenburg, Pommern und Polen. Der wirtschaftliche Aufschwung setzt im Mittelalter mit der zunehmenden land- und forstwirtschaftlichen Produktion ein. Der Ortsteil entwickelt sich im wesentlichen um einen Rittersitz mit angeschlossener Schäferei. In diesem Zeitraum erhält Altfriedland Stadtrecht, was später wieder aufgehoben worden ist. Ende des 18. Jh./Anfang des 19. Jh. ist Friedland um die Kolonien Karlsdorf und Neufriedland erweitert und in Altfriedland umbenannt worden. Die Fischerei blieb Altfriedland bis heute erhalten. Zwei Fischereibetriebe sind im Ort ansässig.

Sehenswert in Altfriedland ist vor allem das bereits von Fontane beschriebene Refektorium des Zisterzienserklosters mit dem schönen Sternengewölbe aus dem 15. Jahrhundert. Dieses ist in den Sommermonaten Veranstaltungsort von Konzerten. Auch ein Besuch in der benachbarten Kirche lohnt sich, in welcher einem sofort der schön gemalte Wolken-/ Sternenhimmel ins Auge fällt.

Altfriedland - Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster - 22

Mehr Infos und Bilder gibt es hier.

Wer also Lust auf Natur, Ursprünglichkeit und wenig Menschen hat: Auf geht nach Brandenburg! Wir kommen definitiv immer wieder…

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